Ein attraktiver Effekt ersetzt keine belastbare Grundlage. Mehrere Quellen, verschiedene Perspektiven und klar markierte Unsicherheiten bewahren vor Mythenbildung. Wenn etwas strittig ist, sagen wir es. Wenn ein Foto inszeniert wurde, benennen wir das. So entsteht Vertrauen, denn Transparenz macht stark. Die Stadt wird nicht zur Kulisse, sondern zum Diskussionsraum, in dem Wissen, Zweifel und Staunen nebeneinander Platz finden dürfen.
Manche Schauplätze verlangen besondere Zurückhaltung. An Gedenkorten sind reduzierte Visuals, leise Töne und klare Hinweise wichtig. Wir vermeiden Gamification, wenn sie unpassend wäre, und setzen eher auf Stimmen, Zitate und behutsame Linienzeichnungen. Hinweise zum Verhalten – etwa Fotoregeln oder Störungen der Nachbarschaft – gehören dazu. So bleibt der Ort im Mittelpunkt, und die digitale Erweiterung dient dem Verstehen statt der Ablenkung.